Silent Hill 4 – Review

07.10.2004 16:35 
ScreenshotsDie Silent Hill-Reihe war/ist für einige auf der PlayStation 2 neben Resident Evil das Grusel-Spiel schlechthin, seit Teil 2 der Serie gibt`s das Spiel nun auch für den heimischen PC. Wir haben uns in Silent Hill 4 gegruselt und sagen Euch, ob das Spiel seinen Preis wert ist.

Das Spiel
Henry Townshend, so Euer Name im Spiel, doch seid froh, dass Ihr nicht in seiner Haut steckt. Denn seit geraumer Zeit plagen den Helden im Spiel Alpträume, welche es in sich haben. Er kann seine Wohnung nicht verlassen, in der Nacht verseht er die Türe mit Ketten, bildet sich ein, dass seine Fenster mit Holzplatten zugenagelt sind und glaubt, dass aus seiner Wand Zombies strömen. Schweißgebadet wacht Ihr aus dem Traum auf, ein Dialog erklärt Euch das oben erwähnte Szenario. Erst einmal dürft Ihr Euch mit der Steuerung bekannt machen, was sich im Spielt wahrlich bewährt, denn die diese ist eine der größten Schwächen in Silent Hill 4. Bis Ihr alles richtig im Griff habt, müsst Ihr einige Einstellungen in den Optionen vornehmen, ansonsten ist das Spielen ziemlich umständlich. Danach heißt es erst einmal alles erkunden. In der ersten „Mission“ gilt es zwei Notizen, sowie Gegenstände zu finden, wie beispielsweise die Brechstange. Eine Pistole steht Euch allerdings anfangs noch nicht zur Verfügung. Nach weiteren Kleinigkeiten, die Ihr finden müsst, könnt Ihr Euch auf das erste gruselige Intro freuen. Richtige Gruselstimmung kommt erst mit der Zeit auf und dies bei verdunkeltem Raum und voller Lautstärke. Die Vorgänger von Silent Hill 4, welche allesamt ein paar Rätseleinlagen enthielten, werdet Ihr im vierten Teil nicht finden, nun heißt es nur noch, gegen Böse Monster kämpfen und Notizen zusammentragen, jedoch braucht Ihr auch für diese Aufträge etwas Spürsinn.

In Silent Hill 4 wurde das Hauptaugenmerk auf Action und Horror ausgelegt, Knobler werden ihren Spaß in Teil 4 nicht finden. U-Bahn Stationen, Wälder und Henrys Wohnung sind die Hauptschauplätze im Spiel, wobei alle mehrmals vorkommen, da ein weiterer Minuspunkt, die Speicherfunktion ist. Wenn Ihr Euer Spiel sichern wollt, dann müsst Ihr jedes mal in einem der Schauplätze nach einem Kanal Ausschau halten, welcher Euch in Henrys Wohnung zurückbringt und wo Ihr dort dann Eure Spiel speichern könnt, anders ist dies nicht möglich. Des Weiteren ist es Euch nur erlaubt zehn Gegenstände im Spiel mitzuführen, alle anderen müssen ebenfalls in einer Truhe, welche sich in der Wohnung von Henry befindet, abgelegt werden. Fans von Kameraführung werden in dieser Hinsicht in Silent Hill 4 auch enttäuscht, denn mehrmals im Spiel müsst Ihr die Tab-Taste drücken und die Kamera zentrieren, ansonsten seid Ihr leichte Beute für die Monster. Einen großen Pluspunkt konnte Silent Hill 4 ganz klar in Sachen Leveldesign einfahren, alle Schauplätze wurden getreu der Vorgänger designed, verschmierte Wände, Blutlaken am Boden, sowie Charakterdesign. Horror-Fans werden die Gänsehaut in Silent Hill 4 sicherlich zu spüren bekommen, Knobler werden unterfordert sein.

Die Grafik
Grafisch kann Silent Hill 4, wie schon oben erwähnt, mit anderen Titeln mithalten, jedoch hat auch der vierte Teil den typischen Silent Hill-Grafiktouch. Gruselige Monster, mit Blutverschmierten Kleidern oder Hunde mit einer fast unendlich langen Zunge lassen vor allem Neulinge immer wieder tief durchatmen. Einzig und allein die Alptraum-Sequenzen, sind etwas unklar dargestellt, denn Anfangs kapiert man nicht richtig, ob das die Level-Grafik ist, oder nur eine Alptraum-Sequenz. Grafisch ist Silent Hill 4 also auf höherem Niveau.

Der Sound
Konami, vor allem bekannt durch zahlreiche Spiele mit atemberaubendem Sound, siehe die Metal Gear Solid-Reihe, hat auch in Silent Hill 4 wieder voll zugeschlagen. Aufwendig synchronisierte Zwischensequenzen, welche allerdings in Englisch gehalten sind, erklären einem die Story. Des Weiteren hört man teilweise Stimmen wie „Help me! Please!“. Auch spannende Hintergrundmusik wurde eigens für Silent Hill 4 komponiert. Jedoch hätte man das Spiel in die Deutsche Sprache übersetzen können.

Fazit
Silent Hill 4, ein weiterer Teil in der eigentlich sehr guten Grusel-Reihe, jedoch kann Teil 4 ohne jede weitere Diskussion nicht mit seinen Vorgängern mithalten. Dazu fehlen einfach Punkte wie mehr Rätsel oder bessere Kameraführung. Die Steuerung, war ehrlich gesagt immer ein Schwachpunkt der Spiele-Serie. Hartgesottene Fans werden mit Silent Hill 4 eine Zeit lang Freude haben, Anfänger wohl auch, wobei man ein paar Grundkenntnisse aus den Vorgängern kennen sollte. Für den fünften Teil wünsche ich mir persönlich mehr Schauplätze sowie eine einfachere Steuerung und eine bessere Kameraführung.


In Zusammenarbeit mit Gamesfire.de.
Diesen Testbericht empfehlen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!