Razer Diamondback - Der Test

23.11.2004 19:09 
Razer verspricht mit der Diamondback höchste Leistungen und beste Qualität. Sogar das Wort „Weltrekord“ wird genannt. In einem Vergleich mit der MX500, dem Platzhirsch in der Preis-Leistung von Logitech, wollen wir feststellen, was die Diamondback kann.

Für die Bereitstellung möchten wir uns bei Speed-Link bedanken.

Daten der Diamondback:
· 1600 dPI
· 40 ips (Inch pro Sekunde) (= 1 Meter pro Sekunde)
· bis zu 15 G Beschleunigung
· 16 bit Datenweg
· über 6400 fps (5,8 Megapixel pro Sekunde)
· „Always on“-Mode (Maus geht niemals in Standby-Modus)
· 2 große, rutschfeste Haupt-Buttons
· 7 physikalische Tasten
· 2,5 m Kabellänge
· Gewicht: ca. 90 g
· goldbeschichteter USB-Stecker für beste Übertragungsqualität

Ein paar Daten der MX500 zum Vergleich:
· 800 dPI
· 40ips
· 8 physikalische Tasten
· 5,8 Mpixel
· 2 „Cruise-Control“-Tasten (Was ist Cruise-Control? Hier die Antwort: zu Logitech.de)

Die Diamondback kommt in einer großzügigen Verpackung inklusive einer gepolsterten Neopren-Tasche, einer Treiber-CD und der Gebrauchsanweisung

Der Test
Beide Mäuse wurden an eine USB-Schnittstelle am Mainboard angeschlossen. Als Mousepad verwendeten wir das RantoPad C2. Wir testeten die Bedienung im Office-Bereich und in Spielen, sowie die Ergonomie. Weiterhin die Bedienung der Software (der Razer) und, was ja auch immer wichtiger wird, die Optik.

Allgemeine Bedienung der Maus:
Da die Razer nur 90g wiegt, in etwa die Hälfte der MX500, lässt sie sich sehr leichtfüßig über das Mauspad bewegen. Das Gewicht verringert die Reibung und damit den Widerstand, den die Maus beim Bewegen erzeugt. Die Leichtfüßigkeit wird durch sehr gut gestaltete „Füßchen“ an der Unterseite der Maus bestärkt. Die Diamondback gleitet dadurch sehr viel leichter über das Mauspad als die MX500. Die MX500 reagiert hier etwas „schwerfälliger“, was sich aber nur geringfügig bemerkbar macht. Da das verwendete Mauspad aus Stoff besteht, wird der Unterschied etwas deutlicher als bei einem Kunststoff-Pad.

Razer verspricht dank einem optischen Sensor von Kärna Technologies mit 1600dPI (klar doppelt so viel wie die MX500) höchste Beweglichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit der Maus. Hier kommt noch die Software der Diamondback hinzu. Die Geschewindigkeit lässt sich vollkommen unkompliziert hoch- und herunterregeln, unabhängig von den Mauseinstellungen im Windowas-Treiber. Das Menü ist übersichtlich gestaltet. Eine Anleitung ist da eher überflüssig.

Ergonomie und Optik:
Die MX500 besticht dadurch, dass die Oberfläche perfekt an die Form der Hand angepasst ist. Die beiden Navigations-Knöpfe an der linken Seite sind sehr gut „erreichbar“. Genau hier liegt auch der Diamondback Handicap: Sie besitzt links und rechts eine Taste. Diese haben jeweils vorne und hinten einen Kontaktpunkt, also kann jede Taste mit 2 Funktionen belegt werden. Schade nur, dass diese Tasten ersten schwer erreichbar sind (sie liegen relativ zum Daumen ungünstig). Aber: Die Razer ist so designed, dass Rechts- wie Linkshänder sie uneingeschränkt nutzen können. Die MX500 bietet diesen Komfort nicht, liegt aber besser in der Hand. Damit ist die MX500 besser für Internetanwendungen geeignet, Razer konzentriert sein Spektrum jedoch sowieso mehr auf den Spieler-Bereich.

Beide Mäuse verzeichnen jeweils einen Vorteil was die beiden Hauptbuttons anbelangt. Während bei der MX500 die beiden Buttons ohne Abschnitt in die Hülle der Maus übergehen und dadurch das lästige Säubern an dieser Stelle überflüssig machen, hat die Diamondback 2 sehr große, rutschfeste Buttons zu bieten. Diese sind genau andersherum gebogen als die der MX500. Die Finger liegen in einem rutschfesten „Bett“.

Optisch punkten beide Mäuse auch auf unterschiedlichste Weise. Die MX500 und ihre baugleichen, aber anders gefärbten Geschwister MX510 sind hübsch gestylt und wirken dank schwarz-silber-Färbung (MX500) respektive schwarz-blau/rot-Färbung (MX510) sehr edel. Die grobe Struktur der Diamondback erinnert hingegen mehr an konventionelle Mäuse. Damit sie trotzdem Modern und stylisch herbüberkommt, ist die Hülle aus transparenten Kunststoff gefertigt. Damit scheint das helle, rote Licht in alle Richtungen. Von Lavaoptik ist bei Razer die Rede. Ebenfalls rot leuchtet das Mausrad, denn dieses ist nicht schwarz, sondern ebenfalls aus transparentem Material gefertigt. Das Lichtspiel ist besonders bei Dunkelheit schön anzusehen. Die Optik wird im Gesamten jedoch nicht allzu starken Einfluss auf die abschließende Wertung haben, denn die Benotung äußerer Werte ist bekanntlich sehr subjektiv.

Fazit
Beide Mäuse sind sehr empfehlenswert. Dank der besseren Reaktion, gerade im „Extrembereich“ bei hoher Mausempfindlichkeit ist die Razer für erfahrene Maus-Benutzer interessant. Die MX500 und ihre Geschwister der 510-Reihe sind klar günstiger. Rekordverdächtig kann man im normalen Gebrauch der Razer nicht sagen, aber sie ist in meinen Augen etwas besser zu bedienen.

Die Diamondback können Sie für zirka 50 Euro im Fachhandel erstehen.
gamesfire.de.
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Was ist dennn daran top? Nicht so subjektiv schreiben bitte, ist ja immerhin kein Bild-niveau, oder doch? Objektiv, faktisch und präzise schreiben, so sollts sein.

Danke.
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