McAfee Internet Security Suite 6.0 im Test

18.01.2004 10:40 

3. Die Praxis



Dank der freundlichen Unterstützung von McAfee hatten wir die Möglichkeit, dass neue Produkt auch ausgiebig in der Praxis zu testen. Viele Firmen versprechen auf der Verpackung sehr viel, doch in der Praxis sieht es dann alles ganz anders aus.


Der Sicherheits-Index, der bei jedem Start der Software angezeigt wird, gefiel uns im Test sehr gut. Er informiert auf einem Blick darüber, wie sicher der PC ist. In einer detaillierten Ansicht kann man dann erkennen, an welcher Komponente es liegt, dass man sich noch nicht vollständig sicher fühlen kann.


Ein weiterer Pluspunkt des Sicherheitspakets von McAfee ist der neue SpamKiller. Zwar bedarf er einer recht komplizierten und aufwendigen Konfiguration, doch wenn das erstmal erledigt ist, kann man damit sehr gute Ergebnisse erzielen.



Auch die neue Oberfläche hat uns sehr gut gefallen. Sie ist in allen Programmen einheitlich, sehr übersichtlich und fördert dadurch eine einfachere Bedienbarkeit.


Die Firewall ist ein wahres Highlight in dem Programmpaket. Ich persönlich hatte schon wirklich viele Firewalls im Einsatz, doch keine gefiel mir so gut wie diese. Sie lässt sich wirklich sehr einfach konfigurieren und nervt nicht dauernd mit irgendwelchen Warnhinweisen. Anfangs muss lediglich festgelegt werden, ob eine Anwendung vertrauenswürdig ist oder nicht. Alle weiteren Entscheidungen trifft die Firewall selbstständig – wer will kann in den Prozess eingreifen, doch nötig ist es nicht. Die visuelle TraceRoute-Funktion ist ein nettes Gimmick, welches zwar nicht wirklich nützlich ist, aber durchaus recht interessant ist. Werden beispielsweise die Ports des PCs gescannt, wird die IP-Adresse des Angreifers angezeigt. Mit einem Klick darauf wird zurückverfolgt, aus welchem Ort der Angreifer kommt. Das Ergebnis wird dann auf einer Landkarte dargestellt.

Doch die Internet Security Suite 6.0 ist nicht perfekt. Der erste Kritikpunkt den wir feststellen konnten, ist gleichzeitig ein schwerwiegender Kritikpunkt. Die Performance des Rechners nimmt auch auf sehr schnellen Computern deutlich ab. Nach der Installation merkt man, dass Anwendungen langsamer starten. Mann muss ab und zu auf etwas warten, auf das man vorher nicht warten musste. Doch Sicherheit hat eben seinen Preis. Um einen wirklich guten Schutz zu bieten, muss das System ständig gescannt und überwacht werden, was nun mal nur unter Nutzung bestehender Ressourcen möglich ist.


Der zweite Kritikpunkt ist auch schon der letzte. Es handelt sich um die im Programm integrierte Updatefunktion, die beispielsweise für das Herunterladen aktueller Virendefinitionen verantwortlich ist. Jedes andere AntiViren-Programm was mir bekannt ist, erledigt diese Aufgabe im Hintergrund und meldet sich nach der Fertigstellung. Doch das McAfee Security Center benötigt den Eingriff des Anwenders und nach der Installation jedes Updates einen Neustart! Bei täglich neuen Virusdefinitionen ist das schon sehr nervig.

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