Juiced - Im WinFuture Games-Review

12.07.2005 15:05 
Tiefer, breiter, schneller
Überraschend ist das Tuningteile-Angebot. Hat man sich ein bisschen Kohle eingefahren, kann man in der Werkstatt ans Schrauben gehen. Man öffnet das Menü und da sind erst mal nur ein paar, mit der Zeit freischaltbare Modifikationen zu sehen. Das war’s leider auch, denn Juiced Games hat hier mächtig gespart. Konnte man in NFSU 2 noch nahezu stundenlang verschiedene Kombinationen ausprobieren, wird man hier sehr schnell am Ende sein. Nach recht kurzer Zeit hat man die Teile schon freigeschaltet und muss nun mit anderen Dingen vorlieb nehmen. Aber hier endet das Kontingent an Möglichkeiten noch nicht ganz: Denn wenn ein Auto schön fertig aufgemotzt ist, kauft man sich, sofern die Kasse stimmt, ein weiteres Auto dazu. Das hat auch seinen Sinn, denn die Veranstaltungen, auf denen man Rennen fahren kann, sind auf bestimmte Klassen abgestimmt. Als Einsteiger beginnt man in der untersten Klasse. Je nach PS-Zahl des Wagens steigt man auf. Da aber ein kleiner Brummer keine 800 und mehr PS erreichen kann, kann man sich, wie bereits gesagt, weitere Wagen dazukaufen. Wie wäre es denn mit einer Dodge Viper, die in der höchsten Tuningstufe den Asphalt wegbrennt? So könnt Ihr sogar über 900 PS erreichen, das richtige Auto vorausgesetzt. Wer nun für jede der verschiedenen PS-Klassen einen Renner besitzt, darf dementsprechend an mehr Rennen teilnehmen. Mit der passenden Crew wird das noch spannender, zuschauen und mitfiebern inklusive.

Auf dem Boden bleiben
Wer jetzt den absoluten Höhenflug erwartet, was die Kraft des Autos angeht, wird recht schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Eine gute Fahrphysik sorgt dafür, dass sich die immer stärker werdenden Boliden immer empfindlicher verhalten, Hinterrad-angetriebene erst recht. Das erfährt man sehr einfach, indem man in einer Kurve mit hoher Geschwindigkeit über kleinste Bodenwellen brettert. Einmal nicht richtig gebremst, einmal zu schnell über die Bodenwelle und man landet in der Seitenplanke. Noch überzeugender kommt die Gegner-KI herüber. In NFSU 1 und 2 fuhren die Burschen und Mädels noch alle wie an einer Schnur aufgezogen brav der Ideallinie entlang. Hier aber herrscht eine überraschend gelungene Unberechenbarkeit. So zieht man am Gegner vorbei, dieser kontert aber mit einem kleinen Schubser. Weiterhin bekämpfen sich diese auch untereinander, auch kommt es vor, dass man erschrickt, weil auf einmal der Führende quer steht und man, nicht damit rechnend, nach einer Kurve in ihn hinein prescht.

Prachtgrafik
In NFSU 2 angehaucht, hier dezent eingesetzt: Endlich schmücken Shader 2.0-Effekte die Straße. Die Texturen sind gestochen scharf und wirken stets real. Die Texturen der Autos sind sogar nicht nur absolut glatt, sondern besitzen leichte Konturen. Endlich realistisch ist nun auch die Umgebungs-Reflektion der Straße. Wenn es regnet, steht die Straße praktisch unter Wasser und reflektiert, was reflektiert werden soll. Ist es trocken auf der Piste, zieren schöne Sonnenstrahlen den Asphalt. Schade ist nur, dass die Modelle der Boliden zu wenig Details besitzen. Hier hätte wohl das ein oder andere Polygon nicht geschadet, die NFSU 2-Wagen sind da schon etwas rundlicher, wo sie rund sein sollen. Während der Fahrt durch das sehr schön durchgestylte Angel City fällt das aber kaum auf, wer die Umgebung etwas genau betrachten will, schaltet vorzugsweise das Motion Blur ab, das bei hohen Geschwindigkeiten die Umgebung verzerrt.

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NewUser, Respekt! :-)
 
mit joypad ist es sinnig das lenkverhalten ganz runter zu schalten da sonst die kurven auch bei 200km/h im 90C winkel genommen werden, oder es zumindest versucht wird. aber sonst ist es echt ein sehr gutes spiel.
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