Hybrid-Festplatten: Was bringen sie wirklich? Ein erster Test

09.04.2007 14:07 
Was ReadyDrive bringen soll

Der in Hybrid-Festplatten verbaute ReadyDrive-Speicher hat gleich mehrere Funktionen. Er kann zusätzliche Kapazität für Daten bieten, die von der SuperFetch-Funktion vorgehalten werden sollen. Weiterhin dient er als Schreibpuffer für die eigentliche Festplatte, so dass häufig abzurufende Daten nicht immer gleich auf die Festplatte geschrieben werden müssen, sondern schnell aus dem Flash-Speicher abrufbar sind. Zusätzlich können die Hersteller von PC-Systemen ab Werk festlegen, dass bestimmte Programme immer beschleunigt werden sollen.

Die wichtigste Funktion dürfte das Vorhalten von Daten für einen schnellen Abruf und das Einsparen von Festplattenzugriffen sein. Der nichtflüchtige Flash-Speicher soll die Reaktionszeit der Festplatte verkürzen, da theoretisch weniger Zeit für das Hochdrehen des Laufwerks und das Suchen nach bestimmten darauf abgelegten Informationen verloren geht. Als weiteren Vorteil nennt Microsoft eine Verlängerung der Akkulaufzeit bei Notebook-Computern, da die Festplatte länger inaktiv bleiben kann.



Für die Verwaltung des Flash-Caches sind keinerlei Eingriffe durch den Anwender selbst notwendig. Auch wenn einmal kein Strom verfügbar ist, bleiben die Daten erhalten. Die im Flash-Speicher abgelegten Daten werden immer dann neu hinterlegt, wenn die Festplatte anlaufen muss, weil eine Anfrage des Betriebssystems nicht anders befriedigt werden kann. Ist die Hybrid-Festplatte erst einmal verbaut, wird sie von Windows Vista ohne Probleme erkannt. Für ihre Nutzung muss lediglich im Eigenschaften-Menü ein Häkchen gesetzt werden. Schon beim nächsten Systemstart ist dann eine Beschleunigung des Startvorgangs zu bemerken.


Die Hardware

In unserem Test nutzen wir wie eingangs erwähnt ein Notebook des Herstellers Zepto in Kombination mit einer Hybrid-HDD des koreanischen Elektronikriesen Samsung. Dabei handelt es sich um das Modell HM16HJI, das eine Kapazität von 160 Gigabyte bietet und mit 256 Megabyte Flash-Speicher ausgestattet ist. Im Notebook steckt eine Intel Core 2 Duo CPU mit einer Taktfrequenz von 2,0 Gigahertz, die von zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und einer GeForce Go 7600 Grafikkarte unterstützt wird.


Die in der Festplatte enthaltenen 256 Megabyte Flash-Speicher stehen nicht in vollem Umfang zur Verfügung. Ungefähr 10 Megabyte enthalten die Firmware des Laufwerks. Weitere ca. 32 Megabyte werden als Schreib-Cache verwendet, mit dem Anfragen an die Festplatte gepuffert werden sollen, um sie länger unbenutzt lassen zu können und somit Strom zu sparen. Die restliche Kapazität wird von der SuperFetch-Funktion von Windows Vista verwendet, um die dem Nutzungsverhalten des Anwenders entsprechenden Programme vorzuhalten und schneller verfügbar zu machen. Dadurch lassen sich auch die Start- und Aufweckphasen des Notebooks stark verkürzen, so zumindest die offizielle Darstellung.


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Im moment ist es e noch zu teuer... Ich werde erst umsteigen sobald reine "Flashplatten" drausen sind und diese gut ausgereift! Guter Beitrag, allerdings finde ich das überzeugt durch schnelleren Vista start, naja ist nicht gerade ein argument das überzeugt...
 
@fabian86: "Die Preise für die Hybrid-Laufwerke liegen nur unwesentlich höher als bei normalen Modellen."...
 
Ich finde die ersten 3 absätze unter "...aber Benchmarks sagen nichts aus." sehr verwirrend. Wäre toll wenn man das nochmal überarbeiten würde.
 
klasse Test. Aber ich denke auchmal, ich werde warten, bis es reine Flashplatten in entsprechenden Größen gibt, die Preise niedirger für solche Platten werden und sie genug Kapazität haben.
 
warum eig. immer news zu solchen platten in verbindung zu notebooks?
ich will das im desktop!
 
flash only Platten werden es machen..

hybrid im Notebook Segment OK ! (Vista Bootup beschl.)

Aber wer hat Vista !?^^ werden andere system auch etwas davon haben ?
 
Ich hoffe, dass es auch mal entweder reine flashdrives geben wird oder hybrid mit viel mehr flashspeicher, den man dann auch manuell als partition benutzen kann. Eine swap partition bzw die auslagerungsdatei darauf ablegen wäre imo interessanter. 8-16GB Flash sollten für den anfang reichen... In hybridplatten mit 256MB sehe ich nicht wirklich viel sinn...
 
Ihr dürf nen extrem wichtigen nachteil der Flash-Platten nciht vergessen: Flash-speicher hat eine ziehmlich begrenzte anzahl von schreibvorgängen....was die HDD nicht hat...also ich meine zu wissen, dass (bisher) nicht viel mehr als en paar 1000 schreibzyklen drin sind....(gilt natürlich für jeden bereich einzeln) und die sind bei ner "flashDD" schnell drin! also...denkt mal an euren USB-Stick.....auch bei dem isses begrenzt...(da sind glaub ich 1000 zyklen üblich) :)
 
@Face-less: so ein SCHMARRN!!! es ist zwar richtig, dass Flash-Memory eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen hat, aber z.B. liegt die Haltbarkeit von reinen Flashplatten (SSD) weit weit über der von "üblichen" Festplatten. Das war vielleicht bei den ersten USB-Sticks noch eine Diskussion wert, spielt aber heute keine Rolle mehr
 
@Face-less: Hey, bei den SSD ist das besser und cleverer gelöst.. Dort gibt es zum Teil schon 5 Jahre Garantie drauf und es sind 5 Millionen Schreibzugriffe möglich.. Beispiel www.m-systems.com MfG CYA iNsuRRecTiON
 
Wer BOOTET sein OS (speziell Vista, aber auch XP, MacOSX) eigentlich? S3 (Suspend to Ram) lässt den Rechner ohne größere Wartezeiten SOFORT wieder erwachen. Noch nicht mal den Bios Screen sieht man. Der Rechner ist ansonsten auch komplett aus (kein Netzteilrauschen). WICHTIG: S3 muss im Bios eingestellt sein, nicht S1!!
 
@Thunderbyte: S3 kostet aber Strom, da das Mainboard trotzdem noch versorgt werden muss... ich nehm lieber S4 (Suspend to Disk)
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