Hardware-Test: HD-Fernsehen über Satellit

07.03.2007 12:30 
Allgemeine Informationen

Die unverbindliche Preisempfehlung für die PCI-Karte von TechnoTrend liegt derzeit bei 129 Euro. Der billigste Händler listet die Karte, welche zum Empfang von digitalem Fernsehen über Satellit im DVB-S und DVB-S2-Standard geeignet ist jedoch bereits für 119 Euro. Im Lieferumfang ist neben einer Fernbedienung und einer Kurzanleitung natürlich auch eine Treiber-CD enthalten. Auf dieser finden sich auch die Softwaredecoder für MPEG2 und MPEG 4 wieder.

Möchte man die TV-Karte unter Windows Vista nutzen, muss man jedoch die neuesten Treiber von der Homepage des Herstellers herunterladen. Dort findet man momentan leider nur die Treiber für die 32-Bit-Version von Windows Vista. Eine Unterstützung für die 64-Bit Version von Microsofts neuem Betriebssystem soll in Kürze folgen.


Fernbedienung, Treiber-CD, Kurzanleitung und Empfangsteil
dürfen im Lieferumfang natürlich nicht fehlen!

Dank der BDA-Treiber funktioniert die Karte auch mit dem MediaCenter von Windows Vista zusammen. HDTV-Empfang in MPEG4 über DVB-S2 ist wegen der fehlenden Unterstützung seitens Microsoft jedoch nicht möglich. Hierfür benötigt man die mitgelieferte Media-Center-Software "TT-Media Center", oder ein anderes Programm welches den DVB-S2-Standard unterstützt, beispielsweise den DVBViewer Pro. Dieser kostet momentan 15 Euro.

Auch Pay-TV-Sender lassen sich mit der S2-3200 entschlüsseln. Hierfür benötigt man die CI-Erweiterung für die Budget-Reihe aus dem Hause TechnoTrend. Diese kostet knapp 30 Euro und funktioniert laut Hersteller mit allen derzeitig gängigen CAM Modulen. Im Webshop des Unternehmens gibt es derzeit ein Bundle für 149 Euro. Im Preis enthalten sind neben der S2-3200 auch die passende CI-Erweiterung, sowie ein Flachbandkabel um die beiden Karten miteinander zu verbinden.


CI-Erweiterung für die TechnoTrend Budget-Reihe - Quelle: TechnoTrend

Als Mindestvoraussetzung gibt Technotrend eine CPU mit 1 GHz, 128 MByte Arbeitsspeicher, sowie 64 MByte freien Festplattenspeicher an. Die Grafikkarte muss über mindestens 64 MByte Grafikspeicher verfügen und kompatibel zu DirectX 9.0 sein. Als weitere Voraussetzungen gibt das Unternehmen einen freien PCI-Slot, sowie eine digitaltaugliche Satellitenempfangsanlage an. Um HDTV über MPEG4 (AVC/H.264) empfangen zu können, benötigt man einen Dual-Core-Prozessor, sowie mindestens eine ATI X1600 oder eine NVidia 6600GT.

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"Einziges Manko ist, dass die Aufnahmen nur im speicherplatzintensiven MPEG2-Format gespeichert werden." __ "Die Prozessorauslastung unseres Test-Rechners lag bei Astra HD zwischen 60 und 80%."
Fällt das nichts auf? Rechenzeit zum komprimieren ist da wohl nicht mehr vorhanden. Ausserdem gibts dann Qualitätsverlust. Btw, unterstützt die Software mehr als 1 Prozessor?
 
@cam: Das mit den Aufnahmen im MPEG2-Format bezieht sich in dem Fall auf Audioaufnahmen. Ja, die Software unterstüzt Mehrkernprozessoren! :-)
 
@cam: Schau dir mal den Screenshots mit den Prozessorauslastungen genau an. Dort ist gut erkennbar das beide Prozessoren (bzw. Kerne) verwendet werden.
 
Also falls das mit MPEG 2 sich auf Audio (also Radio) bezieht verstehe ich es trotzdem nicht. Was komprimiert denn besser? MP3 (MPEG-1 Layer 3)? @hartex: Stimmt. Hab nicht so genau geschaut. Könnte natürlich auch von einem anderen Programm stammen.
 
@cam die karte speichert mpeg2, weil es so gesendet wird. Was nützt einem eine Komprimierung wenn dadurch die Details von HDTV verloren gehen?
 
@tavoc: genau so hab ich es verstanden. Deshalb versteh ich auch das "Aufnahmen nur im speicherplatzintensiven MPEG2-Format" nicht
 
Es wäre schön gewesen wenn man dazu geschrieben hätte welchen Softwaredecoder die Software einsetzt. Gerade die Bildqualität ist ganz maßgeblich davon abhängig. Was das speichern in MPG2 angeht ... ich möchte den Rechner sehen der derzeit eine Livekonvertierung eines h.264 Streams schafft während man gleichzeitig TV schaut. Ich glaub da werden wir wohl noch warten müssen ... es sei denn Nvidia bringt irgendwann mal Karten raus die h.264 wirklich auf der Graka unterstützen kann. DA hängt Nvidia trotz aller gegenteiligen Behauptungen in den Features der Karten mächtig hinterher.
 
@klausing: Der Karte liegt ein Softwaredecoder von Cyberlink bei.
 
@MarkusP: Danke für die Info. Ich nehme mal an, dass es die letzten 7er sind. Sind die Umschaltprobleme zwischen DVBS2 und DVBS mit den letzten Treibern gelöst? Oder gibt es da immer noch lange Schaltzeiten mit gelegentlichen Hängern?
 
@klausing: Ja, es sind die "letzten 7er". Mir persönlich sind keine Umschaltprobleme aufgefallen.
 
hatte woanders mal was gelesen, dass die Karte etwas instabil läuft und irgendeinen Standart der wichtig ist, nicht unterstützt, irgendwas mit 256...kenn mich da nich soooo genau aus, denke aber über einen Kauf nach...hat jemand eigene "Langzeiterfahrungen"? Danke.
 
Was ist mit Hardwaredecoder, halt ich fuer unbedingt noetig, weiss jemand ob Technotrend da was plant?
 
Bislang enthält keine der derzeit auf dem Markt erhältlichen HDTV-Sat-Karten einen Hardwaredecoder. Die ersten Karten kommen möglicherweise im Laufe dieses Jahres.
 
Technotrend ist am Werkeln, siehe VDR-Portal Thread dazu!
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