Gewalt in Spielen - Die Praxis der BpjM

29.07.2003 17:17 
  1. Einleitung
  2. Die jüngsten Ereignisse
  3. Gewalt in Spielen an sich
  4. Die Praxis der BpjM
  5. Ausblick
BITTE BEACHTEN SIE, DASS DIESER TEXT ZU ALLER ERST DEM STAND DER VERÖFFENTLICHUNG MITTE 2002 GERECHT WIRD.

Einleitung

Ein Thema hat in der letzten Zeit die Gamer und PC-Freaks in Deutschland besonders interessiert: Gewalt in Spielen. Besonders nach dem Amoklauf des 19-jährigen Robert Steinhäuser in Erfurt entbrannte in der Öffentlichkeit eine große Diskussion über die Gründe dieses schrecklichen Ereignisses.
Ein driftiger Grund war die Gewalt in Computer- und Konsolenspielen. Darum hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Neuregelung des Jugendschutzgesetzes und der BpjM verabschiedet.
Dieser Artikel will die jüngsten Geschehnisse zusammenfassen und einen Überblick über die betroffenen Spiele sowie über die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) geben.


Die jüngsten Ereignisse

28. Februar 2002: Unreal Tournament und Return to Castle Wolfenstein (US) werden indiziert! Für viele Spieler war Unreal Tournament der Stern am Multiplayer-Himmel. Return to Castle Wolfenstein war gerade in der Phase sich zu etablieren. Doch unverständlich war, dass Unreal Tournament schon seit 3 Jahren frei erhältlich war. Dies löste erste, noch leise Kritiken an der Indizierungspraktik hervor.

26. April 2002: Am Morgen werden im Gutenberg-Gymnasium zu Erfurt 17 Menschen Opfer des Amoklaufs des Robert Steinhäuser. Er war von der Schule verwiesen worden, sah keine Perspektive mehr in seinem Leben und wurde dann zum Amokläufer.

28. April 2002: Eine der führenden deutschen Tageszeitungen (FAZ) macht das Spiel Counterstrike für den Anschlag verantwortlich.

29. April 2002: Return to Castel Wolfenstein (Dt.) wird ebenfalls indiziert. Die Prüfung auf Inhaltsgleichheit erbrachte die nötigen Argumente für eine Indizierung des Titels.

8. Mai 2002: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verabschiedet im Kabinett eine Aktualisierung und Abänderung des Jugendschutzgesetzes (später mehr).

16. Mai 2002: Nach langen und zahlreichen Aktionen gegen die Indizierung des Spiels Counterstrike, beschließt die BpjM CS nicht zu indizieren, da eine Kommunikation mit anderen in einem Team stattfindet und so dem negativen Aspekt der Gewaltverherrlichung und Tötung von Menschen entgegenspricht.

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