Encarta 2003 Professional - Review

30.07.2003 10:42 
Encarta 2003 Professional

Gehen wir mal davon aus, man hat zwar schon davon gehört, sich aber nie dafür interessiert. Vielleicht riecht es ja auch ein bisschen nach Bildung - auf keinen Fall aber ballert es und explodiert auch nicht - ist ja schließlich von Microsoft.
Was also ist Encarta ? Die Aufmacher sagen uns, es handele sich um die meistverkaufte Enzyklopädie und sei das große multimediale Wissenslexikon - umfassend, einfach, aktuell.

Installation
Bevor man das testen kann, muss man aber erst einmal 4 CDs installieren und ist dann um 1,34 GB (!) freien Speicherplatz ärmer. Dann kann man die CDs beruhigt im großen Stapel verschwinden lassen, Encarta wird nie mehr danach fragen. Das ist ganz angenehm, schließlich will man ja beim Wechsel von A (wie Armageddon) über T (Wie Tolkien) nach Z (wie Zuse) nicht ständig CDs nachladen müssen.

Gleich nach dem ersten Start wird sich Encarta einloggen (wundert das jemanden) und erst einmal mehrere Dateien downloaden. Das dauert zwar eine ganze Weile (nicht jeder bekommt in diesem Land DSL - aber das gehört nicht hier her) und danach ist der Wissens-Bolide auf dem neusten Stand. Und jetzt sind wir schon bei einer richtig guten Sache: Bei Bedarf kann man sich nun zu jeder Zeit die neuesten Schätze der Wissenschaft aus dem Netz ziehen, oder aber auch nur erfahren, dass das neue Album der Red Hot Chili Peppers aus dem Jahr 2002 ist und ByThe Way heißt. Auch werden offenbar Begriffe ganz neu eingefügt, um so zu einer kontinuierlichen Erweiterung zu kommen. Damit wird ein großes Manko aller Nachschlagewerke aufgehoben, nämlich ständig das Gefühl zu haben, nicht wirklich aktuell zu sein. Das konnten die früheren Encartas bestimmt auch schon, mir gefällt es trotzdem! Aber Achtung, das geht nicht endlos so. Irgendwann wollen die Menschen von Microsoft Knete dafür.

Praxis

Die Handhabung ist ganz einfach. Man gibt einen Suchbegriff ein und schon gibt es Antworten. Auch wenn man den Suchbegriff nicht ganz richtig schreibt, versucht Encarta was daraus zu machen, mit ganz gutem Erfolg. Suchbegriffe aus mehreren Worten funktionieren ebenso, wie in der Erweiterten Suche das Auffinden von bestimmten Präsentationsformen - z.B. alle Videos oder alle Daten mit Diagrammen usw.

Die Antworten haben oft Querverweise, auch werden verwandte Themen angeboten. Manchmal sind es Artikel aus Zeitschriften (z.B. Der Spiegel), fast immer mit Bildern, wenn auch manchmal schon etwas angestaubt (so sieht z.B. Sir Anthony Hopkins aus wie ein Bankangestellter in den besten Jahren, Hannibal Lecter würde man jedenfalls nicht vermuten). Oft wird mit der Antwort ein Multimedia-Tool angeboten. Ein Klick genügt und schon hangelt man sich mit Hilfe von Fotos, Tönen und kleinen Filmen weiter. Hier kommt man automatisch von Pontius zu Pilatus (im wahrsten Sinne des Sprichwortes). Auch kann man problemlos ins Wörterbuch wechseln und dort weitere Infos sammeln, entweder nur in Deutsch oder zusätzlich auch in Englisch/Deutsch oder Deutsch/Englisch.

 
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