Ein Mikro-Notebook im Test - Klein, kleiner... Kohjinsha SA1F00A

27.04.2007 16:54 
Das Kohjinsha SA1F00A stellt eine der kleinstmöglichen Inkarnationen eines vollwertigen Computers dar. Die kompakte Bauform entspricht ungefähr der halben Größe eines 15"-Notebooks und bietet dennoch alle Funktionen, die auch die "Großen" in petto haben. Auf ein optisches Laufwerk und extreme Leistungsfähigkeit muss der Anwender jedoch verzichten. Dafür erhält man ein leichtes und vielseitiges Produkt, das quasi eine "bessere Schreibmaschine" für unterwegs darstellt - bei nur 990 Gramm Gewicht.

Im Innern des "Kohji" steckt eine AMD Geode LX 800 CPU, mit lediglich 500 Megahertz Taktfrequenz. Diese bietet zwar ausreichend Leistung für Schreibarbeiten und das Surfen im Internet, 3D-Spiele, Filmbearbeitung und andere leistungshungrige Anwendungen sind damit aber kaum zu bewältigen. Dafür hat die CPU nur eine Leistungsaufnahme von durchschnittlich 0,9 Watt. Selbst unter Volllast benötigt der Prozessor nach Angaben von AMD nur höchstens 2,4 Watt.

Da natürlich auch keine zusätzliche Grafik-Hardware verbaut wird und stattdessen die im Chipsatz, der ebenfalls von AMD stammt, integrierte Grafiklösung genutzt wird, kommt der Kohjinsha SA1F00A vollkommen ohne einen Lüfter aus. Die Unterseite des Gehäuses wird im Normalbetrieb allenfalls handwarm. Zudem erhält der Kunde so einen fast lautlosen Rechner, bei dem nur die Festplatte als einzige bewegliche Komponente für ein leises Rauschen sorgt, wenn man denn das Ohr nah genug heran hält.

Die integrierte Grafiklösung von AMD leiht sich zwischen 8 und 256 Megabyte von den insgesamt 512 Megabyte Hauptspeicher. Normalerweise läuft das Gerät mit der Einstellung von 32 Megabyte, die für die Grafikdarstellung im 2D-Modus auch vollkommen ausreichen. 3D-Anwendungen lassen sich angesichts der bescheidenen Leistungswerte von CPU und Chipsatzgrafik ohnehin kaum nutzen. Da der Kohjinsha voll auf Mobilität optimiert ist, werden jedoch auch Flash-Grafiken nicht immer flüssig dargestellt und Filme in höherer Qualität überfordern das Gerät ebenfalls.

In Sachen Ausstattung gibt es kaum etwas zu vermissen, man muss jedoch auch hierbei wegen der kompakten Bauform Kompromisse eingehen. Der Hersteller hat allerdings auch einige sehr sinnvolle Eigenschaften integriert. So wird das 7 Zoll große Display anders als bei herkömmlichen Notebooks mit LEDs beleuchtet, wodurch zum Einen eine sehr gleichmäßige und helle Ausleuchtung erreicht wird, zum Anderen aber auch noch Strom gespart wird.

Das Display lässt sich wie bei einem Tablet-PC um 180 Grad drehen, so dass der Rechner auch fast wie ein UMPC in den Händen gehalten und bedient werden kann. Leider verbaut Kohjinsha bei seinem SA1F00A kein Touchscreen-Display, so dass die Eingabe im Tablet-Modus nicht über einen Stylus oder mit den Fingern erfolgen kann. Als Ersatz sind neben dem Display jedoch einige Bedienelemente angebracht.

Kohjinsha SA1F00A

Neben einem Trackpoint, mit dem sich der Maus-Cursor erstaunlich genau manövrieren lässt, sind auch jeweils zwei Knöpfe für das Scrollen und die linke und rechte Maustaste vorhanden. Über dem Cursor kann zudem die Helligkeit des Displays flexibel geändert werden, was vor allem bei der Verwendung des Geräts als "Internet-Tablet" praktisch ist. So lässt sich schonmal ein Abend surfend auf der Wohnzimmercouch verbringen.

Im Display-Deckel stecken zudem noch zwei winzige Lautsprecher, die natürlich kaum zur Musikwiedergabe taugen, für das Anhören von Podcasts und ähnlichen Multimedia-Inhalten aus dem Internet aber ausreichen. Außerdem ist auch ein Mikrofon integriert, so dass man auch mal über das Internet telefonieren kann. An der Vorderseite des Gehäuses finden sich zudem auch noch jeweils ein Ein- und Ausgang für den Anschluss von Kopfhörern und Mikrofon.


Trotz seiner geringen Größe bringt der Kohjinsha auch WLAN und Bluetooth. Zudem sind im Gehäuserand jeweils ein Lesegerät für CF- sowie SD- und MMC-Speicherkarten untergebracht. Auch ein Lautstärkeregler und zwei USB-Anschlüsse finden noch Platz. Selbst einen VGA-Ausgang (bis 1600x1200 Pixel Auflösung) und einen Ethernet-Anschluss bringt der Hersteller noch unter. Bei der Festplatte handelt es sich um ein 1,8"-Modell mit einer Kapazität vo 30 Gigabyte.

Gerade wegen der kompakten Bauform überrascht die Existenz eines kleinen aber dennoch vollwertigen Touchpads. Die beiden Mausbuttons sind ausreichend groß dimensioniert und auch das Touchpad selbst ist auch für Menschen mit etwas größeren Fingern noch gut zu bedienen. Die selbst im vergleich zu Notebooks stark geschrumpfte Tastatur bietet alle nötigen Tasten, teilweise müssen Tasten jedoch sehr kreativ mehrfach belegt werden, um wirklich alle benötigten Funktionen unterzubringen.

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Ich habe mich schon für dieses Notebook interessiert, leider hat mich ein anderer Test auf Akihabaranews davon abgebracht, der eigentlich sagte das man mit dem Geode und XP eher wenig Spaß haben kann, selbst im Office und Surf-Betrieb.
 
@floerido Vielleicht hat man mit Linux drauf mehr Spaß, da man ja sowieso nicht mehr machen will als Surfen und Office.
 
Also mal im Klartext.... 730€ für nen 500Mhz Lappi mit schlechter Tastatur..., emulierter Auflösung, und enigermaßen guter Akkulaufzeit... mit dem man gerade so schreiben und bedingt surfen kann...mmh, finde ich total fantastisch!!! Ich fühle mich gerade total verulkt!
 
Vergleicht mal... wer nicht unbedingt auf cm verzichten muß, und trotzdem mobil bleiben will... und als Tipp für die Redaktion: Bluemedia BM 9102
 
@Jupsihok

auf Zentimeter verzichten. Bist du des Wahnsinns? Jeder Zentimeter zählt.:)
 
@Jupsihok Jupp feines Ding, besonders da es im Original ein MSI ist. Hab ich hier stehen :-)
 
Dann mal bitte dieses Gerät mit ordentlichem Display, Core Duo ULV CPU und gut verarbeitet. :-)
 
Ich find das teil klasse zumal es die selber CPU wie mein server verwendet (http://www.dtresearch.com/prod_webDT168.html)
 
Müsste noch eine SSD statt der Festplatte haben.
 
Im ernst was macht man bei 500Mhz heute mit XP? Ich finde das ist voll nen Kloppholzartikel...
 
Also da kenn ich doch einige Geräte, die bei geringerer Größe einiges mehr drauf haben - und natürlich etwas mehr kosten. Das Kohjinsha gilt in Japan als der Volkswagen unter den Subnotebooks und verkauft sich einigermaßen gut. Was wirklich nervt sind die zu geringe Displayauflösung und die mangelhafte Systemleistung (grausliche Festplatte). Tatsächlich soll es in D immer noch ein paar Neandertaler geben, die nicht wissen, dass man heutzutage selbst in 500 Gramm noch einen Rechner mit echter Büro-Desktopleistung stopfen kann, aber wirklich nur noch gaaaaanz wenige. In Japan, Singapur oder HK zählen die praktischen Kästchen schon seit einigen Jahren zum gepflegten Staßenbild.
 
Also ich hab den Asus R2H mit 900 Mhz Celeron ULV Prozessor und 768MB Ram und muss sagen das selbst auf dem Gerät Windows XP zur "Wutprobe" wird. An komfortables Arbeiten braucht man garnichtzu denken... da glaub ich das mit einem Geode Prozessor selbst ein umpc-freak nicht glücklich werden wird. Core solo 1300 aufwärts und windows xp läuft rund... darunter würd ich die Finger von den Dingern lassen. Ist echt reine Geldverschwendung... selbst die neuesten PDAs die rauskommen ham ja schon 800 Mhz aufwärts...
 
also ich weiss nicht - sony hat vor fast nem jahrzehnt schon so kleine 'books auf den markt gebracht. diese vaio dinger ... dass das heute immer so "special" dahingestellt wird?!
 
@McNoise: bspw. gabs vor 4 jahren dies hier: http://www.ciao.co.uk/Sony_Vaio_C1F__5375383 ... ladezeit ist nicht ganz so lang, auch nur 266mhz ... aber sonst weder größer, noch viel schwerer.
 
Sony hat die UX-Serie mit 4,5" und 485g. LEDs für Hintergrundbeleuchtung machen sie jetzt auch schon ne Weile. Hmmm...
 
vor jahren gabs auch schon mal JVC Subnotebooks in der Größe...
 
find so ein SubSubNotebook heutzutage nichts besonderes, denn es gab schon vor Jahren die Toshiba Librettos und selbst diese (glaub die kamen so ende 90er raus) hatten schon 133/233 MHz und 64/128 MB Ram
 
Wieso sieht das so hässlich aus?
 
Super Ding! Haupsache es hat nen serielle Schnitstelle oder PCMCIA. Dann kann ich das Ding bei meinen Kunden verwenden und bracuh nicht immer diese Riesen mitnehmen.
 
^^ meiner Meinung nach bringt es dieses Ding nicht ... klar, es ist klein etc. aber dadurch, dass die Tastatur nicht die normale Größe hat, ist es nicht einmal angenehm, sachen zu tippen ... es ist einfach so, dass ein pc mindestens so breit sein MUSS wie eine normale tastatur ... wenn es dann mal irgendwann eine alternative, praktische möglichkeit gibt, dinge innen pc einzugeben (und zwar schnell und angenehm, z. b. über gehirnströme oder so =) oder so handschuhen wie bei minority report) dann ist so etwas praktikabel, vorher NICHT
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