Die Sims 2 - Review

02.10.2004 13:38 
ScreenshotsBei manchen Gamern stößt die Sims-Reihe auf harsche Kritik, Ihnen sei das Spiel zu langweilig und die diversen Add-Ons hätte Maxis lieber sein lassen sollen. Dennoch gibt es Liebhaber der Serie und von diesen nicht gerade wenig. Nach zahlreichen Verschiebungen haben es Electronic Arts und Maxis endlich geschafft und vor wenigen Tagen Die Sims 2 released. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen und testeten das Spiel. Ob wir unserer virtuellen Familie Herr wurden konnten, sagt euch dieser Test.

Das Spiel
Die Sims 2 hat im vorhinein schon einige Pluspunkte mitzubringen, denn in zahlreichen Interviews ließ Will Wright, seinerseits Entwickler bei Maxis verlauten, dass manche konstruktive Vorschläge der Fans von Teil 1 in Die Sims 2 eingebaut wurden. So stehen einem schon am Anfang des Spiels zur Kreation eines Sim mehr Auswahlpunkte und Accessoires wie Brillen etc. zur Verfügung. Nach der Kreation des Sims werden seine Stärken festgelegt, so hat der eine beispielsweise mehr Wissen, der andere mehr Sinn für Romantik. Vor allem für Bastler besteht hier viel Auswahl. Wer keine Lust hat sich schon am Anfang mit Unmengen an Details herumzuschlagen, der nimmt sich einfach schon eine vorgefertigte Familie. Danach geht`s um die Stadt, in die ihr ziehen wollt, auch diese könnt Ihr wieder selbst gestallten oder wenn euch dies nicht zusagt, aus einer der drei vorhandenen Auswählen. Jede Stadt bringt auch quasi eine Mission mit, so müsst Ihr Euch in Merkwürdighausen auf Aliens gefasst machen, um nur ein Beispiel zu nennen. Habt ihr alles soweit geschafft, heißt`s Häusle bauen, zahlreiche Utensilien sind schon vorhanden und weitere werden durch die große "Mod-Community" sicherlich noch folgen.


Nun geht`s an das Hauptaugenmerk in Die Sims 2, die Familie pflegen, am Leben behalten und für Spaß sorgen. Hiermit begegnet uns schon die erste Neuerung, jeder Sim hat Wünsche und Ängste, der eine will erfolgreich im Beruf werden, die anderen wollen das ihr Baby gut erzogen wird und es auf eine Privatschule schafft. Je mehr Wünsche Ihr erfüllt, desto mehr Punkte bekommt Ihr und mit Hilfe dieser könnt Ihr Euch Bonusgegenstände kaufen. Auch virtuelle Sims sterben einmal. Anders als im Vorgänger, sterben in Die Sims 2 die Figuren. Die Alterungsstufen sehen wie folgt aus: Säugling, Kleinkind, Kind, Teenager, Erwachsener und Opa/Oma. Wobei diese Stufen ziemlich schnell erreicht werden. Jedoch richtet sich alles nach der Zufriedenheit, ist ein Sim sehr glücklich lebt er deutlich länger als einer der unzufrieden ist. Sterben muss jeder, wie im wirklichen Leben auch. In die Sims 2 wird auch deutlich mehr von Euch erwartet, denn Ihr habt zwischen den zahlreichen Lebensabschnitten nicht mehr all zu viel Zeit um Eurem Sim etwas beizubringen, welches Ihm bei seinem Werdegang hilft, dadurch steigt der Schwierigkeitsgrad vor allem bei einer großen Familie schnell. Des weiteren gibt`s für jeden Beruf ein Goodie, ein Sportler beispielsweise erhält Trainingsgeräte. Mehr Abwechslung wird im Alltag auch geboten, seid Ihr krank, müsst Ihr eurem Chef via Telefon bescheid sagen.


Der Bodyshop ist zwar ein nettes Goodie, aber darauf hätte verzichtet werden können, Kleider, Gesichter etc. können verändert werden, doch die Körperform ist ein vorgegebener Wert, welcher sich nicht ändern lässt. Man könnte nun noch Stunden über das Spielprinzip, welches Will Wright geschaffen hat diskutieren, aber das würde sich dann keiner mehr durchlesen ;). Einen kleinen Abstrich bei der Wertung wird es aber sicherlich geben und dies durch die manchmal schwache KI, so essen die Erwachsenen doch tatsächlich abgelaufene Esswahren, des weiteren kann es durchaus vorkommen, dass ein Sim nur für sich kocht und seine Familie im Stich lässt.


Die Grafik
Grafisch ist Die Sims 2 dem Vorgänger um Welten voraus, logisch wurde die Technik immer besser, aber Sims 2 ist eine wirkliche Augenweide. Auf höchster Detailstufe ist wirklich fast alles animiert, jeder Sim ist von einem anderen zu unterscheiden, sei dies unter anderem durch den Gesichtszug. Weiterhin erfreuen sich Grafik-Fetischisten auf die detailreiche Umwelt, so sieht man ganz genau was ein Sim zockt, denn man kann es deutlich auf dem Fernseher erkennen. Die Fische im Aquarium bewegen sich und Zwischensequenzen runden das Ganze ab. Kompliment, Maxis.


Der Sound
Auch im soundtechnischen Bereich muss sich Die Sims 2 nicht verstecken, denn immerhin hört man die Musik im Radio, schreiende Kinder und streitende Eltern. Anders als in Teil 1 klingt die Sims-Sprache auch besser und nicht wie ein billig gemachter Soundeffekt. Somit meint man manchmal, das es nicht nur ein Spiel sein. Maxis wollte wohl das Motto "Mittendrin statt nur dabei" verwirklichen, was ihnen teilweise auch gelungen ist.

Fazit
Die Sims 2 macht trotz den oben genannten Kritikpunkten irrsinnigen Spaß. Von der Arbeit, der Schule heimkommen, denn PC starten und sich um eine andere Familie zu kümmern hat die Sims-Reihe einfach in sich. Besonders in Die Sims 2 hat Will Wright wieder gezeigt, was sein Team und er schaffen kann. Die Sims 2 darf auf keinen Fall in einer echten Spiele-Sammlung fehlen. Denn soviel Abwechslung und Spielspaß gibt`s nur selten in Einem. Deshalb hat sich das Spiel von unserer Seite her, auch einen Award redlich verdient!


In Zusammenarbeit mit Gamesfire.de.
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