DVB-T Review (I) - Technik, Endgeräte & Verarbeitung

04.10.2005 15:14 

Empfänger
Zum Empfang bzw. zur Wiedergabe des digitalen Signals, ist ein DVB-T Receiver erforderlich, welcher ähnlich wie andere DVB-Receiver arbeitet; eine Interoperabilität besteht jedoch nicht. Im Folgenden werden einige externe, interne und mobile Lösungen vorgestellt. Das momentane Angebot der Hersteller umfasst Set-Top-Boxen, PC-Einbaukarten, Fernseher und tragbare Mobilgeräte.

Set-Top-Boxen
Die sogenannten Set-Top-Boxen, oder DVB-T Receiver sind die wohl verbreitetste Möglichkeit für dem Umstieg auf digitales Antennenfernsehen. Der Anschluss erfolgt entweder über die SCART- oder Antennebuchse des TV-Geräts, welches somit ohne weiteres nachgerüstet werden kann. Die Ausstattungsmerkmale reichen von simplen Empfängern, über Geräte mit Steckkartenslot, bis hin zu Recievern mit eingebauten Festplatten oder DVD-Recordern und sogenannten Twin-Boxen mit zwei Tunern zum gleichzeitgen Aufnehmen und Empfangen des Programms.

Computer
Auch für den PC stehen verschiedene Tuner-Varianten zur Verfügung. Der Anschluss erfolgt hier wahlweise über den USB-Port oder mittels Einbau in den PCI-Slot. Funktionen, wie die Aufzeichnung auf Festplatte und DVD sind hier von der verwendeten Hardware abhängig. Die Qualität der einzelnen Geräte unterscheidet sich aber insbesondere in Geschwindigkeit, Darstellungsqualität, verwendeter Software und zusätzlichen Funktionen wie Videoaus- und Eingängen, sowie dem Lieferumfangs (Fernbedienung, Infrarotempfänger, etc.).

Fernseher
Neben der Nachrüstung eines bereits darauf vorbereiteten Fernsehers mit einem DVB-T Nachrüstsatz, existieren bereits Geräte mit integriertem Tuner (IDTV = Integrated Digital TV), wobei somit die Art der verwendeten Ausgabetechnik (Bildröhre, LCD-/Plasma-TV) keine Rolle mehr spielt. IDTV-Geräte finden sich jedoch mittlerweile zumeist im Bereich moderner Fernseher mit niedriger Tiefe, welche bereits die LCD- bzw. Plasma-Technik zur Anzeige verwenden.

Portables
Tragbare Fernseher für Unterwegs, sogenannte Portables, schöpfen das größte Potential des Digital-Fernsehens, nämlich seine potentielle Mobilität, erst richtig aus. Die Geräte sind größtenteils mit flachen LCD- bzw. Plasmamonitoren ausgestattet und verfügen über eine integrierte Antenne. Die Akkulaufzeit beläuft sich je nach Hersteller auf ca. zwei bis drei Stunden. Genug also für ein Fußballspiel mit Verlängerung.


Antennen
Bei der Auswahl aller für DVB-T in Frage kommenden Antennen unterscheidet man zwischen aktiven, passiven und selbstgebauten Varianten, wobei letztere für gewöhnlich eine passive Antenne ist. Hierbei ist zu beachten, dass eine passive Antenne, ohne Verstärker, im Hauptempfangsgebiet üblicherweise einen besseren Empfang gewährleistet; die Stärken einer Aktiv-Antenne kommen erst am Rande des Sendegebietes zum Tragen.

Somit entstehen für den Kauf einer Antenne nur minimale Kosten von ca. fünf bis zehn Euro für eine passiv-Antenne. Im Zentrum des Sendegebietes ist eine selbstgebaute Antenne, aus einem Antennenkabel, das über eine Länge von 12,5 Zentimetern abisoliert wurde, völlig ausreichend.

B!G

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