Geringe Zahlungsbereitschaft für Gigabit-Anschlüsse

Es gibt viel Kritik an den deutschen Breitbandnetzen, doch für den Fortschritt wollen die wenigsten Kunden zahlen. In einer Umfrage, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (kurz Bitkom) mit 999 Teilnehmern durchgeführt hat, wurde die Zahlungsbereitschaft für schnellere Internetzugänge ermittelt. Nach dieser repräsentativen Umfrage ist diese Bereitschaft Zusatzkosten für Gigabit statt Megabit-Zugänge zu haben, recht gering.

Demnach ist die Bereitschaft der Verbraucher, für mehr Bandbreite auch mehr zu zahlen, derzeit allerdings noch gering. 42 Prozent der befragten Haushalte sagen, dass sie für Gigabit keinen Cent zusätzlich zahlen würden. Weitere 18 Prozent geben an, monatlich maximal 10 Euro zusätzlich zahlen zu wollen. Nur 12 Prozent wären bereit, mehr als 20 Euro zusätzlich aufzuwenden. Die maximale Zahlungsbereitschaft liegt bei bis zu 60 Euro zusätzlich pro Monat, mehr wollen auch Selbständige und Freiberufler für Gigabit nicht ausgeben.

66 Prozent der Befragten, also zwei Drittel der Haushalte mit Internetanschluss gaben an, dass sich die Verfügbarkeit von schnellem Internet bei ihnen in den vergangen fünf Jahren verbessert hat. Parallel wollen 77 Prozent "Gigabit für alle" bis 2025 und volle 91 Prozent fordern die Bundesregierung auf, den Breitbandausbau mit hoher Priorität voran zu treiben.
Quelle: Bitkom
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