Far Manager - Dateimanager in Retro-Optik

Der kostenlose Far Manager (3.0 build 4774) ist ein Klon des aus MS-DOS-Zeiten bekannten Norton Commander und ermöglicht als Alternative zum heute bei Windows zum Einsatz kommenden Explorer unter anderem das Kopieren, Löschen, Umbenennen, Bearbeiten oder Suchen von Dateien und Verzeichnissen über die Kommandozeile. Wie das Original setzt der Nachbau auf einen Zwei-Fenster-Modus.
Far ManagerDie Oberfläche des Far Manager

Norton-Commander-Klon mit Zusätzen

Der Far Manager verfügt über einen integrierten Betrachter sowie Editor, die verschiedenste Zeichenkodierungen unterstützen, darunter diverse Unicode- und Macintosh-Kodierungen oder auch EBCDIC.

Abseits des auf die überwiegende Nutzung der Tastatur ausgerichteten Bedienkonzepts kann auch die Maus für einige Aktionen benutzt werden, etwa für Drag-and-drop. Mit an Bord sind unter anderem auch ein Makrorekorder zum Aufnehmen von Tastatureingaben, ein integrierter Packer sowie anpassbare Menüs.

Der Funktionsumfang des Programms lässt sich durch eine Vielzahl zum Download verfügbarer Plug-ins noch erweitern, etwa um Syntaxhervorhebung oder die Zusammenarbeit mit FTP-Servern. Auf der Herstellerwebseite gibt es auch eine portable Version des Far Manager zum Herunterladen. Als alternative Dateimanager bieten sich unter anderem der Total Commander, Tablacus Explorer oder Q-Dir an.

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Es gibt keinen besseren Dateimanager!
 
@Chatty: du hast dich verschrieben, wolltest sicher "keinen schlechteren" schreiben :-)
 
@Drachen: Einige Elite-Coder der Scene schreiben bis heute all ihre Programme mit dieser Oberfläche. Wenn man keine Ahnung hat, dann endlich mal...!
 
@HattenWirAllesSchon!: Naja ich kenne auch Freaks, die ihre Programme im vi schreiben. Aber das sind in meinen Augen halt wirklich nur Freaks und repräsentieren nicht die Mehrheit. ^^
Trotzdem kommt gleich ein nostalgisches Gefühl auf beim Betrachten der Bilder! :) Einsetzen würde ich den aber höchstens zu ner LAN-Party als Gag.
 
@larsh: also ich stehe da am anfang, aber wenn man vi beherrscht, kann man damit so produktiv arbeiten, da sehen alle anderen editoren ziemlich alt aus.
 
@luckyiam: Sublime-text hat vi bei mir seit einem Jahr abgelöst. Super Editor aber keine Freeware.
 
@ESmazter: bietet sich ja auch an, sobald man ne gui hat.. ist halt doch was schöner. da greife ich dann doch lieber mal zur maus, anstatt mir 50% meines hirns mit den tastenkürzeln von vi zu belegen :D
 
Ich benutz ja auch DWM oder VimFX für den Browser aber bis auf die Basics in VIM hab ich jetzt auch nichts gelernt ^^
Wahrscheinlich lohnt sich das erst, wenn man jeden Tag programmiert.
 
@ESmazter: Oder halt irgendwas auf kommandozeile editieren muss, regelmäßig. Dafür ist VI(M) tatsächlich super.

Programmieren oder auch nur scripten möchte ich damit aber nicht, dafür gibt es bessere tools.
 
@Bautz: Ist natürlich dort auch mein Favorit.
 
@luckyiam: Ich drücke lieber STRG+S zum speichern, als das grauenvolle Bedienkonzept von vi.
 
@SunnyMarx: Beim Vi gibt man stattdessen :w im Kommandomodus ein oder legt das Speichern halt zusätzlich auf eine Tastenkombination mit Leader Key, also etwa ein ohne Verrenkungen im 10-Finger-System zu tippendes ,s (wobei das , der gewählte Leader-Key ist an dem der Vi erkennt, dass das nächste Zeichen, wenn es kein Leerzeichen ist, was üblicherweise nach einem Komma folgt, ein Kommando und kein Teil des getippten Textes sein soll, so dass man nachher an der Stelle wo man gespeichert hat kein ,s im Text stehen hat). Dann braucht man während der Texteingabe einfach nur kurz zwischendrin ,s tippen und schon ist die Textdatei gespeichert. Das unterbricht den Schreibfluß auf der Tastatur in keinster Weise und man vergißt deshalb dabei auch nicht, wie man einen Satz beenden wollte.

Wenn Du auf Ctrl+S zum Speichern in Normal-, Insert-, und Visual-Modus des Vi bestehst, lösen folgende Zeilen in der Konfigurationsdatei des Vi Dein Problem:

nmap <c-s> :w<CR>
vmap <c-s> <Esc><c-s>gv
imap <c-s> <Esc><c-s>

Was das ``grauenvolle Bedienkonzept'' angeht, so kommt da die Power her, die den Vi über jeden anderen Texteditor der keine Vi-Keybindings beherrscht erhebt. Wenn man es einmal begriffen hat, dann möchte man nichts anderes mehr und kommt sich in jedem Editor der keine Vi-Keybindings unterstützt funktionell und von der Geschwindigkeit bei der Bedienung stark eingeschränkt vor.

Ich bediene auch andere Software, wie etwa meinen Browser oder meinen Media-Player, nicht mit der Maus, sondern mit den typischen Vim-Keybindings komplett per Tastatur und schaffe damit viel mehr Aktionen in viel weniger Zeit als ich oder jemand anderes mit der Maus dazu benötigen würde.

Einige Rechner haben bei mir erst gar keine Maus, weil ich die einfach nicht mehr brauche um Betriebssystem und die meiste von mir genutzte Software zu bedienen. Das übliche ``Schaltfläche suchen->Zielen->Klicken->auf Öffnen des nächsten Menüs warten->nächste Schaltfläche suchen->Zielen->Klicken usw.'' durch graphische Menüs verbraucht mir zu viel Zeit und ist zudem fehleranfällig, denn manchmal bauen sich Menüs die man kennt nicht schnell genug auf oder es verschiebt sich ein Eintrag in einem Menü und wenn man es dann eilig hat klickt man auf den falschen Eintrag oder gar ins Leere, wonach das Menü oft komplett verschwindet und man es noch einmal neu öffnen darf. Das passiert bei reiner Tastaturbedienung nicht.

Wenn ich etwa eine Webseite ständig besuche und sie daher kenne, kann ich bei meiner Vi-basierten Browserbedienung schon den Link oder das Textfeld auf der Webseite aktivieren bevor die Seite überhaupt sichtbar ist. D. h. der Browser verschwendet keine Zeit mehr die erste Webseite vollständig darzustellen, sondern kommt direkt mit der von dort verlinkten Webseite auf die ich eigentlich wollte oder eben mit dem aktivierten Textfeld hoch, in das ich dann sofort einen Text tippen kann.

Da kommen jene Leute, die noch eine Maus benutzen und daher erst darauf warten müssen, dass eine Webseite visuell sichtbar ist um einen Link oder eben ein Textfeld anzuklicken von der Effizienz her selbst auf performanter Hardware lange nicht mit und auf leistungsschwacher Mobilhardware bin ich erst recht lange vor denen dort wo ich hin möchte.

Aber die Bedienung des Vi hat noch ganz andere Effizienzvorteile. Hier beispielsweise einmal eine Aufgabenstellung aus der Praxis eines Webserveradmins:

Wie kehrst Du mit Deinem Editor beispielsweise die Reihenfolge der Zeilen in einer 10.000+-zeiligen Logdatei um, wenn Dein Datamining-/Analysetool den neuesten Eintrag zuerst erwartet, der Logger aber ungünstigerweise den neuesten Eintrag immer an das Ende der Log-Datei anfügt?

Im Vi gibt man dazu im Kommandomodus einfach :g/^/m 0 (oder, falls man keine Leerzeilen zwischen den Zeilen wünscht, weil das Analysetool dadurch ins Stolpern käme, eben :g/./m 0) ein und die Arbeit ist erledigt. Danach kann das Analysetool die Zeilen in der von ihm gewünschten Reihenfolge aus der Log-Datei einlesen und analysieren.

Wie funktioniert das reverse Anordnen von über 10.000 Zeilen in einer Textdatei in Deinem Editor mit dem weniger grauenvollem Bedienkonzept? Ist das bei Dir ähnlich effizient, sofern Dein Texteditor das überhaupt kann?

Für vieles das beim Vi mit weniger als 10 Tastendrücken funktioniert, schreibt man ansonsten ein ganzes Script oder klickt eine halbe Stunde in einer graphischen Oberfläche herum. Ich tippe normalerweise nur läppische 200 Zeichen pro Minute, aber selbst damit habe ich :g/^/m 0 und [Enter] schneller getippt als jemand in einem graphischen Editor der Zeilen umsortieren kann von der Tastatur zur Maus umgreift und das erste Menü öffnet um die entsprechende Funktion über die graphische Menüstruktur zu aktivieren.

Mit dem Vi klappt das Ganze übrigens auch in einer SSH-Sitzung auf einem oft ohne graphische Oberfläche laufenden Webserver am anderen Ende der Welt, auf dem die Logdatei und das Analysetool liegen. Spätestens da lässt dann jeder Klicki-Bunti-Editor seine Flügel hängen, während der Vi ganz unbeeindruckt weiter seine Arbeit erledigt.

Fazit: Klar kann man ein Profitool wie den Vi ablehnen, wenn man schlichtweg keine hohen Ansprüche an seinen Editor hat und daher mit weniger mächtigen Editoren durchs Leben kommt. Aber dann scheitert man eben oft schon an der effizienten Bewältigung solch einfacher Aufgaben wie dem reversen Sortieren von Zeilen mit gleichzeitigem Entfernen von dazwischenliegenden Leerzeilen in einer Textdatei, wenn sich so eine Aufgabe dann mal stellt (und das kann einem schon bei einer umfangreichen Up- oder Downloadliste aus URLs passieren).

Mich sehen Arbeitskollegen auch immer zweifelnd an, wenn sie von Ferne sehen, dass ich mit dem Vi arbeite. Bloß wenn sie dann mal genauer hingucken und sehen, welche umfangreichen Aufgaben, auf die man mit anderen Editoren viel mehr Zeit verschwenden muss, damit unkompliziert in kürzester Zeit zu erledigen sind, fällt ihnen die Kinnlade herunter und sie fangen reflexartig zur Vermeidung kognitiver Dissonanzen an sich damit zu beruhigen, dass es sich für die paar Male, die sie eine solche Funktionalität bräuchten, nicht lohnen würde die Bedienung des Vi zu lernen.

Mir hat das Erlernen des Vi schon deshalb etwas gebracht, weil ich so schon vor meinem Studium regelmäßig reguläre Ausdrücke benutzt habe, so dass die mir im Studium schon in Fleisch und Blut übergegangen waren und ich somit auch bei umfangreicheren Softwareprojekten im Studium viel effizienter arbeiten konnte als alle anderen Kommilitonen mit ihren graphischen Texteditoren für Anfänger.

Noch dazu wird der Vi nie langweilig. Auch nach mehr als zwei Jahrzehnten mit ihm lerne ich heute gelegentlich bei neuen Aufgabenstellungen noch neue Tricks kennen, mit denen ich noch effizienter arbeiten kann und es ist immer noch faszinierend, wie sich auf anderen Editoren teilweise extrem umständliche Arbeitsabläufe auf dem Vi zu einer im Handumdrehen zu erledigenden Lachnummer entwickeln. Es gibt wohl keine andere Software die mir über die Jahre so viel Lebens- und Arbeitszeit und Ärger gespart hätte wie dieser Editor, der mich durch seine sprichwörtliche Stabilität und Funktionalität auch unter Terminstress nie im Stich ließ.
 
@Bautz: >>Programmieren oder auch nur scripten möchte ich damit aber nicht, dafür gibt es bessere tools.<<

Ich hoffe damit ist nicht der Editor von Microsofts Visual Studio 2013 gemeint. Der unterstützt nicht einmal mehr schnelle Textmakros. Als ich zuletzt nachsah, gab es schon einen über 700 Einträge langen Protestthread im Supportforum bei Microsoft, aber Microsoft meint offenbar weiterhin, schnelle Textmakros um teure Arbeitszeit zu sparen wären heutzutage überflüssig.

Für mich ist der Visual-Studio-Editor damit nicht nur keine Alternative zum Vi -- was er nie war -- sondern gänzlich unbenutzbar.

Der im kostenlosen Microsoft Visual Studio Code verwendete Editor, der eigentlich vom Github-Projekt stammt, wischt mit dem Visual Studio 2013 Editor was das effiziente Editieren von Code angeht den Boden auf. DAS ist mal wirklich peinlich.
 
@larsh: >>Naja ich kenne auch Freaks, die ihre Programme im vi schreiben.<<

Ja, dann bin ich wohl so ein ``Freak''. Wobei ich nicht nur Programme und Scripte, sondern eigentlich fast alles was mit Text zu tun hat -- inklusive dieses Kommentars hier -- im Vi schreibe.

>>Aber das sind in meinen Augen halt wirklich nur Freaks und repräsentieren nicht die Mehrheit.<<

Die Mehrheit der Menschen war nie in der Lage besonders funktionsreiche, hochspezialisierte Werkzeuge für Experten zu begreifen und einzusetzen.

Deshalb fing die breite Masse auch erst mit den simplifizierten Betriebssystemen und Softwaretools die graphischen Anfängeroberflächen vorweisen konnten an mit Computern zu arbeiten und noch größere Nutzeranteile kann nur noch simplere, heute auf Youtube schon von Zweijährigen zum Malen benutzte Fingermatsch-Hardware mit Trivial-Software auf sich vereinigen. Aber selbst da gibt es noch Erwachsene, die stolz darauf sind so etwas bedienen zu können.

Da lasse ich mich dann doch gerne als Freak bezeichnen und habe dafür lieber kein SmartPhone oder ``Lifestyle-Tablet''. ;-)
 
@resilience: Wir nutzen noch VS2010, werden aber bald auf VS2016 umsteigen.

Und ja, wer heute noch Textmakros braucht, hat das Prinzip von Objektorientierter Programmierung (keine Redundanzen ...) nicht verstanden.

Die Zeit, die ich durch Funktionsnamenkomplettierung und integrierter API spare, holt ein Textmakro dass man vielleicht doch mal brauchen kann, nicht raus.

VI ist ein Hightech-Akkuschrauber. Wenn ich was mit Schrauben machen will, nutze ich den. Deswegen ist er aber immer noch nicht geeignet, einen Nagel in die Wand zu kloppen. Dafür nutzt man einen Hammer. Ich benutze ihn auch nicht, um meinen Kuchenteig zu schlagen.

VI nutze ich hauptsächlich für Logflies-Analyse und ähnliches. Für "mal kurz ein Script anpassen" nehme ich Notepad++, fürs Programmieren Visual Studio. Dokumentation, Meeting-Minutes & Co. werden in OneNote oder Word erfasst.

Beim Kunden nehme ich mein Surface 3 mit. Programmiert und gedaddelt wird am Desktop.

Egal ob Hard- oder Software: Jedes Tool für das was es am besten kann. VI ist gut, aber eben nicht für alles.
 
@resilience: Übewrleg, mal was Du alles schreiben musstest, um einen Versuch zu starten, mich von :vi zu überzeugen. Also jetzt mal ehrlich... Ich wüsste nicht, warum ich dieses Grüppelteil verwenden soll, wenn der Midnight-Commander einen Editor mitbringt, mit dem man Menügeführt arbeiten kann. Und es gibt mit Sicherheit noch weitaus bessere Editoren für Linux auf der Konsole. :vi ist da meiner Meinung nach das Vehikel, dass man mit etwaigen selbstgeschriebenen Editoren aus der DOS-Steinzeit noch kennt. Allen vorran Context.


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